Versprechen am Wasser und bei Fackelschein

16.Dez 2019

Autor: Tobias Gräf

Die Sulzbacher St. Georgspfadfinder verbrachten ein Nikolauswochenende in Kaltenbrunn.

Das Stammeswochenende der St.-Georgs-Pfadfinder fiel dieses Jahr auf ein besonderes Datum: Am Nikolausabend besuchte der Heilige die Pfadfinder im Jugendhaus Kaltenbrunn. Höhepunkt war eine seltene "Beförderung" in der Nacht auf Sonntag.

Rund 40 Mitglieder der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) aus Sulzbach-Rosenberg verbrachten das Nikolauswochenende im Jugendhaus Kaltenbrunn (Gemeinde Weiherhammer). Von den sechsjährigen Wölflingen, der jüngsten Stufe in der Hierarchie der Pfadfinder, bis hin zu den erwachsenen Rovern und ihren Leitern war ein Großteil des Sulzbacher Stammes an der Traditionsveranstaltung dabei.

Katrin Mertel und Pascal Platzer sowie Tobias Gräf und Andreas Stümpfl verliehen den neuen Leitern der DPSG Sulzbach-Rosenberg ihre grauen Halstücher.

Gleich zu Beginn besuchte mit dem Vorsitzenden des Hüttenbezirks, Florian Schleicher, am Freitagabend der Nikolaus in vollem Ornat die Sulzbacher, die bereits mit selbstgebastelten, roten Weihnachtsmützen auf den verkleideten Heiligen warteten und ihm eigene Gedichte vortrugen – gerade für die Kleinen ein Spektakel.

Wie man es von ihnen kennt, ließen sich die Pfadfinder auch durch nasskaltes Winterwetter nicht abschrecken. Während sich im beschaulichen Kaltenbrunn am Samstagmorgen kaum Menschen auf der Straße blicken ließen, machten sich die Gruppen zu einem ganztägigen Geländespiel in die angrenzenden Wälder auf. Sackhüpfen, selbständig Kerzen herstellen, einen Parcours bewältigen oder ein Nikolausquiz waren nur manche Herausforderungen, denen sich die Jugendlichen stellen mussten.

Die Versprechen fanden am Wasser und bei Fackelschein statt.

Während es nach dem verdienten Abendessen mit Schnitzel und Kartoffelsalalt in einer Andacht mit Gemeindereferentin Katharina Laurer kurz besinnlich wurde, stand für die Rover am Abend ein Höhepunkt ihrer Pfadfinderzeit bevor. Vier Mädels der Gruppe "Lilien" sowie fünf Jungs der Gruppe "Oichkatzl" legten ihr Versprechen ab – und stiegen dadurch zu Leitern auf. An einem rundum mit Fackeln abgesteckten Gewässer im Wald bekannten sich die Jugendlichen in einer feierlichen Zeremonie zu den Werten der DPSG. Als sichtbares Zeichen ihres Aufstiegs erhielten anschließend die neun Nachwuchsleiter von den beiden Stammesvorständen Andreas Stümpfl und Pascal Platzer sowie ihren Leitern Tobias Gräf und Katrin Mertel die neuen Halstücher in der Farbe Grau verliehen.

Die Leiterrunde der St.-Georgs-Pfadfinder hat sich damit verjüngt und ist personell gut für die Zukunft gerüstet.

Die Leiterrunde der St.-Georgs-Pfadfinder hat sich damit verjüngt und ist personell gut für die Zukunft gerüstet – die nächste Stammesaktion kann kommen.